Im Moment hält mich das „echte“ Leben ziemlich auf Trab, allen voran unser Betrieb. Wir suchen händeringend Verstärkung für unser Team in der Tischlerei/im Sägewerk. Für „leichte“ Arbeiten springe ich ja ein, aber so richtige Tischlerkenntnisse habe ich halt nicht. Also falls Ihr jemanden kennt der mit dem wunderschönen Rohstoff Massivholz arbeiten möchte – ich warte auf Bewerbungen 😉

Und deswegen wäre mir auch beinahe der Buchstabe Y durchgeflutscht. Aufgrund von Zeitmangel habe ich mich in unserem Betrieb „bedient“ und stelle Euch heute Yakisugi vor. Eine große Leidenschaft meines Mannes ist das Köhlen des Holzes, er brennt sozusagen für Yakisugi, auch bekannt als Shou-Sugi-Ban.

Oberflächenbehandlung von Holz Yakisugi Methode hier mit einer Gasflamme
Vorführung bei unserem Aufschnittfest im Winter, mit 2 Gasbrennern wird eine Tischplatte aus Eiche massiv „veredelt“

Diese Technik stammt aus Japan und ist dort seit dem 18. Jahrhundert gebräuchlich. Sie ist dann etwas in Vergessenheit geraten, erlebt aber jetzt seit einigen Jahren ein Comeback.
Nicht nur weil das Holz vor Umwelteinflüssen besser geschützt wird, sondern auch weil dadurch die verschiedenen Holzmaserungen besser zur Geltung kommen. Eine Nachbehandlung mit einem Spezialöl sollte auf jeden Fall erfolgen. Für Häuserfassaden ist diese Technik genausogut geeignet wie für den Möbelbereich (Werbung ohne Vergütung, der Link führt zu unserem Onlineshop Stammstark). Die Oberfläche fühlt sich danach irgendwie „samtiger“ an.

Genügend Wasser sollte griffbereit sein (sicher ist sicher) und bei großer Hitze und Trockenheit rate ich dringend davon ab etwas zu Köhlen. Es ist auch nicht jedes Holz dafür geeignet, ein gewisses handerkliches Verständnis und Kenntnisse sind Voraussetzung – bitte dies hier nicht als DiY-Tipp verstehen! Nicht einfach nachmachen, fachkundige Anleitung für die ersten Male ist wichtig!

Verlinkt bei Wortmann zum Buchstaben Y.

Ich wünsche Euch allen ein tolles Wochenende,

liebe Grüße

Kirsi

8 thoughts on “Yakisugi”

  1. Liebe Kirsi,

    von dieser Technik hatte ich bislang noch nie gehört, das ist sehr interessant, und das Ergebnis sieht toll aus! Eiche ist ja ein besonders robustes Holz. Ich finde ohnehin, dass Holz ein wunderbarer Rohstoff ist, aus dem die schönsten Gegenstände „gezaubert“ werden können.

    Hoffentlich findet Ihr bald jemanden als Verstärkung. Ich drücke fest die Daumen.

    Ganz liebe Wochenendgrüße zu dir 🙂
    Ocean

    1. Oh ja für uns ist es eigentlich der schönste Rohstoff und es ist immer wieder erstaunlich wie verschieden die Hölzer sind. Und es ist ja nicht nur schön anzuschauen und anzufassen, mit Holz leben im Zuhause ist so gesund (ist ja sogar nachgewiesen), ob es nun dem Stressabbau oder dem Herzen gilt, beim Schlaf hilft Zirbe so gut.

      Yakisugi kannten wir auch erst nicht bis mein Mann drüber gestolpert ist, sich schlau gemacht hat und ja irgendwann dann auch mal köhlen wollte und konnte. Ich traue mich nicht so richtig ran, nachher bleibt bei mir nur Asche übrig, auch wenn Eiche noch so robust ist, irgendwann verbrennt sie auch (lach)

      Vielen Dank fürs Daumen drücken, das hoffen wir auch, aber kleine Handwerksbetriebe sind nicht gerade sonderlich begehrt!

  2. Von dieser Technik habe ich auch noch nie was gehört. Hört sich aber sehr interessant an.

    Wusste gar nicht, dass ihr eine Tischlerei besitzt. Mach eine kleine Werbeanzeige und ich postete sie im Blog. Vielleicht bringt das ja was.

  3. Hatte ich im TV schon mal gesehen und kurz danach auch schon bei dir…ich finde es klasse. Eine tolle Technik die aus Holz soviel „rausholen“ kann. Gibt es solch schöne Dinge aus Holz und was man daraus überhaupt alles machen kann. Toll!!!

    Klasse dass du es nochmal zeigst und beschreibst.

    Euch ein schönes Wochenende und liebe Grüsse

    N☼va

  4. Liebe Kirsi,

    bei eurem Personalmangelproblem kann ich euch leider nicht helfen, aber ich finden deinen Beitrag zum „Y“ total super!

    Die Technik dieser Holzveredelung sollte man wirklich nicht in Eigenregie durchführen, sondern sie den Fachleuten überlassen, die
    es schließlich gelernt haben.
    Wunderschön bebildert hast du den gesamten Vorgang. 🙂

    Liebe Grüße und komm gut durch das heiße Wochenende
    Christa

  5. Hi Kirsi, die Technik war mir zwar gekannt, der Japanische Name jedoch nicht. Ich finde es herrlich was dein Mann so alles aus Holz kreiert, und drücke die Daumen das ihr bald jemanden findet der auch so gerne mit Holz Arbeitet!

  6. Liebe Kirsi,
    Holz ist so ein wunderbarer Werkstoff und so vielseitig! Wenn ich nochmal jung und in der Job-Orientierungsphase wäre, würde ich mich vielleicht auch für einen Holzbearbeitungsberuf entscheiden. Auf jeden Fall für etwas Kreativeres als Büro 😉 Ich drücke euch die Daumen, dass ihr gute Verstärkung erhaltet! Was für tolle Techniken es gibt – auch ich habe noch nie von Yakisugi gehört, aber es kingt total spannend und sinnvoll!
    Ganz herzliche rostrosige Grüße, Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2019/07/ruckblick-auf-den-juni-plus-taglilien.html

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