Watt’n Meer

Der Ausdruck „Watt’n Meer!“ passt doch perfekt zum Wattenmeer, hat historisch aber nichts mit der echten Namensgebung zu tun.

Wattenmeer bei Ebbe am Strand von St. Peter Ording
Wattenmeer am Strand von St. Peter Ording
kleine Muschel im unendlichen Wattenmeer bis zum Horitzont bei St. Peter Ording

Die wahre Herkunft des Namens hat einen ganz bodenständigen, altfriesischen Ursprung.

Das Wort Watt, leitet sich vom altfriesischen Wort wada ab und das bedeutet so viel wie seicht oder durchwatbar.
Das Wattenmeer heißt also so, weil es ein durchwatbares Meer ist.
Bei Ebbe fließt das Wasser ab und wir können zu Fuß durch die Landschaft spazieren besser gesagt hindurch waten.

Schwertmuscheln

werden auch Meerscheidemuschel genannt und sind für mich ein tolles Fotomotiv.
Sie gehörten zu den faszinierendsten Muschelarten unserer Meere und leben senkrecht tief im feuchten Sand des Wattenmeers oder in flachen Küstenbereichen.
Bei Gefahr können sie sich mit ihrem kräftigen Muskelfuß innerhalb weniger Sekunden bis zu einem Meter tief in den Sand hineinziehen, sie sind richtige Turbo-Gräber 😉
Sie sind in der Nordsee, im Atlantik und im Mittelmeer weit verbreitet.

Bei dem oberen Muschel-Foto mit dem scheinbar unendlichem Horizont kamen mir die Worte von Søren Kierkegaard in den Sinn. Und in Anlehnung an Novas Zitat im Bild (einige werden sich noch erinnern) gibt es heute mal wieder ein ZiB von mir.

Muschelfoto im Hintergrund Watt und Horizont am Strand von SPO mit einem Zitat von Sören Kierkegaard

Jeder noch so flüchtige Moment unseres Lebens ist etwas ganz Besonderes und Magisches. Jedenfalls sollte es für uns alle so sein.
(Meine Auslegung 😉

Ich war neugierig und befragte ein Forum über diese Worte und die Erklärung aus einem Philosophenforum lautet so:
Interpretation von Kierkegaards Zitat: Unser sterbliches, schnell vergehendes Leben (die Zeit) auf etwas, das unendlich und unvergänglich ist (die Ewigkeit).

Um diesen Gedanken zu verstehen, hilft eine einfache Vorstellung:

  • Die Zeit ist wie ein Fluss, der immer weiter fließt. Sekunden verrinnen, die Uhr tickt, und die Vergangenheit ist vorbei.
  • Die Ewigkeit ist wie ein tiefer, stiller Ozean. Es gibt keine Zeit, keinen Anfang und kein Ende.

Wenn wir einen Moment intensiv erleben, zum Beispiel tiefes Glück empfinden oder uns unserer Existenz bewusst werden, stehen wir in diesem Fluss, blicken aber gleichzeitig in diesen Ozean.
In diesem einen Augenblick treffen beide Welten aufeinander. Der Moment ist „zweideutig“, weil er einerseits blitzschnell vergeht, andererseits aber ein Gefühl von unendlicher Tiefe und Bedeutung in sich trägt.
Das heißt, dieses Zitat könnte so zu verstehen sein:
Kierkegaard möchte uns daran erinnern, dass die Gegenwart der einzige Ort ist, an dem wir das Unendliche spüren können.

Die Pause geht weiter


Meine Pause wird noch andauern. Am Wochenende habe ich von „meinem“ TechnikWPNinja eine wichtige Mail erhalten, WP hatte eine ziemlich heftige Sicherheitslücke und ich müsste alle Seiten kontrollieren.
Bei den Wichtigsten ist nichts passiert, aber die Seite über unsere Massivhölzer die wurde „kompromittiert“. Nun muss dieser Bug gefunden werden und dann alles auf Anfang und Neustart. Und ich muss aufpassen, das er sich nicht ganz in mein System geschlichen hat.
Die erste Jahreshälfte ist etwas Herausfordernd gewesen mit der Technik. Dann diese ständigen Neuerungen von Seiten der Regierung für Websiten, KI Regeln und und und gehen mir ziemlich auf und an die Nerven.

Was mich im Moment sehr ärgert, wir müssen bald alles kennzeichnen was mit KI erstellt wurde (ist ja auch in Ordnung) aber die gentechnisch veränderten Lebensmittel, die brauchen keine Kennzeichnung mehr?!
Das Informationsfreiheitsgesetz soll umgemodelt werden, zwecks Vereinfachung als Begründung. Mir drängt sich der Gedanke auf das es mit „das geht Euch gar nichts an“ zu schaffen hat.
Und bei den Selbstständigen und Verbrauchern da wird die Bürokratie doch nicht vereinfacht, im Gegenteil da kommen Änderungen und neue Regeln die noch gar niemand so richtig durchschaut.

Und dann wird ganz toll verkündet: „Endlich zieht Jens Spahn Konsequenzen und tritt zurück“. Was ist denn daran toll? Er ist als Fraktionsvorsitzender zurückgetreten. Sein Mandat behält er und damit auch die monatliche Entlohnung. Ich finde, er sollte von allen seinen Ämtern jetzt nun endlich mal zurücktreten und uns nicht weiter auf der Tasche liegen.
Wir müssen doch sparen heißt es aus der Regierung, da könnten sie doch schon mal anfangen.
So, jetzt aber Schluss mit dem politischen Ärgern, ich mache mir da Luft wo es wirkt (oder auch nicht), aber immerhin schreibe ich alle unsere Politikerinnen und Politiker immer mal wieder an. Bringt vielleicht nix, hilft mir aber meine Wut verrauchen zu lassen.

Mein Beitrag für das W beim ABC Foto

Liebe Grüße

Kirsi

Auch wenn hier zur Zeit nichts los ist, bei Euch schaue ich auf jeden Fall immer mal wieder vorbei. Noch eine schöne Sommerzeit, obwohl der bei uns hier, nach dem Unwetter letzte Woche, eine längere Pause einlegt!



11 Kommentare zu „Watt’n Meer“

  1. Liebe Kirsi, ich denke gerne an einen Familienurlaub am Wattenmeer zurück, als Jana noch klein war. An die Schwertmuscheln kann ich mich heute zwar nicht mehr erinnern – vielleicht, weil mir damals niemand gesagt hat, welch interessante Fähigkeiten sie besitzen. Aber ich erinnere mich ans Waten und an eine Vielzahl von Wattwürmern
    Dein Zitat und der Kierkegaard’sche Gedanke passen, wie ich finde, gut zu deinem Bild.
    Gut, dass du (so wie ich es auch ab und an schon gemacht habe) an Politiker schreibst, wenn etwas so ganz und gar nicht passt. Ich glaube, sie sind oft zu weit weg vom Alltag der Menschen in ihrem Land. Vielleicht dringt nicht alles, was man ihnen sagt, bis an die richtigen Stellen vor, aber erstens kommt doch das eine oder andere durch und zweitens hilft es, wie du sagst, auch dabei, sich selber Luft zu machen.
    Komm gut durch den restlichen Sommer – der (jedenfalls bei uns) mal so richtig zeigt, was Klimawandel heißt…
    Alles Liebe, Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2026/07/reisebericht-2025-nanaimo-und-abschied.html

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  2. Servus Kirsi,
    ich freue mich über deine wunderschönen Bilder beim Foto-ABC und bedanke mich dafür! Liebe Grüße und alles Gute für deine „Baustellen“.
    ELFi

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  3. Moin liebe Kirsi,
    von deinen Bildern bin ich wirklich begeistert, eine tolle Perspektive hast du gewählt.
    Auch wenn das Klima an der Nordsee oft windig, rau und wechselhaft ist und die Ostsee meist milder und mehr Sonnenstunden hat, mag ich eher die Nordsee.
    Obwohl das Wattenmeer ein Teil der Nordsee ist, habe ich noch nie eine Wattwanderung gemacht. Aber deine Bilder machen Lust auf eine Wattwanderung.
    Genieße weiterhin deine Blogpause so gut es geht.
    Liebe Grüße
    Biergit

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  4. Hallo liebe Kirsi,

    von deinen Bildern bin ich wirklich beeindruckt, so eine herrliche Perspektive und dann noch Kamm- statt Herzmuscheln … das gefällt mir sehr gut. Auch wenn ich kein 100%iger Fan der Nordsee bin, machen die Bilder Lust auf’s Wattenmeer. Aber die Ostsee mag ich trotzdem lieber, weil man eben immer das Meer sieht und dort sicher auch ausrufen könnte: Watt’n Meer :))
    Verordnungen, Bürokratie, KI, Jens Spahn usw. da kann ich dich sehr gut verstehen. Genieße auch weiterhin deine Blogpause so gut es eben geht.
    Ganz herzliche Grüße
    Arti

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  5. Ans Wattenmeer habe ich gute und schlechte Erinnerungen, liebe Kirsi. Als Kind war ich mit meinen Eltern mehrmals in den Sommerferien in den Niederlanden am Meer. Es war eine schöne Zeit und wir haben natürlich auch Muscheln gesammelt. Die Wattwanderungen mit bloßen Füßen waren nicht so toll, denn die scharfkantigen Muscheln im Schlick sind nichts für zarte Kinderfüße.
    Dass die Scheidenmuschel so schnell ist, finde ich beeindruckend. Da habe ich wieder etwas von dir gelernt.
    Die Webseiten auf dem neuesten Stand zu halten, ist ganz schön aufwändig. Ich muss meine Seiten gerade wegen der Links durchsehen.
    Liebe Grüße
    Susanna

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  6. Your photos capture that endless horizon so beautifully, Kirsi.
    The clam detail was fascinating — I learned something new today.
    Wishing you strength with all the tech headaches, and may the next tide bring calmer waters your way. ✨

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  7. Kompliziert ist Deine/Eure digitale Situation gerade. Ich hoffe sehr, Du kommst damit voran.
    Deine Bilder lassen einen gleich vom Meer träumen. In meinen Kinderzeiten gab es die Schwertmuscheln noch nicht so viel in der Nordsee und ich war immer begeistert, wenn ich eine fand.
    Sende liebe Grüße
    Nina

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  8. Liebe Kirsi,

    deine Bilder sind fantastisch. Selbst beim Ansehen bekommt man einen Eindruck von dieser ganz besonderen Atmosphäre. Das in Wirklichkeit zu sehen, muss gigantisch sein. Deine Worte dazu gefallen mir ausgezeichnet.
    Bei dem Anderen wünsche ich dir gutes Gelingen.

    Liebe Grüße – Jutta

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    • Vielen lieben Dank Jutta. Ja das Wattenmeer ist toll, allerdings nicht wenn Ebbe ist und Du am Strand bei 30° sitzt (lach), entweder man fährt auf eine Insel da ist Wasser oder an die Ostsee!

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  9. Liebe Kirsi,
    deine Bilder sind fantastisch. Und was das Zitat betrifft, bin ich ganz bei deiner Interpretation. Komplizierter muss man es doch gar nicht ausdrücken.
    Was alles Andere betrifft, kann ich auch nur nicken. Irgendwie entwickelt sich doch alles momentan in einer sehr unguten Weise.
    Ich wünsche dir, dass du mit dem ganzen Kram gut zurecht kommst.
    Herzliche Grüße – Elke

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    • Ja ich habe ja gerade bei Dir geantwortet, verrückte Welt und unsere Daten. Mir macht das alles auch kein gutes Gefühl. Lieben Dank für Deine Worte, wie bei Dir geschrieben den nächsten Regen leite ich dann zu Dir um,

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