Der schiefe Turm von St. Johannis

Heute gibt es einen, wie heißt es so schön, recycelten Post aus dem Jahr 2016. Er stammt noch von meinem stillgelegten Blog. Nicht alle Beiträge sollen in Vergessenheit geraten habe ich beschlossen und so hole ich immer mal wieder einen hierher.

Der schiefe Turm von St. Johannis
Erbaut im Jahre 1348 ist St. Johannis die älteste Kirche Lüneburgs.
Glockenturm schief Lüneburg

Der Glockenturm von St. Johannis ist wirklich schief. Er ist um 2,20 m aus dem Lot geraten.
Kirchtürme wurden zwar immer etwas schief gebaut, um die Windlast besser abfangen zu können, aber 2,20 m sind doch etwas ungewöhnlich.

Selbstverständlich gibt es auch eine Legende zu diesem schiefen Turm:

Der Baumeister soll sich, nachdem er sah wie schief der Turm geworden ist, von eben diesem Kirchturm gestürzt haben.
Glück im Unglück, genau in diesem Moment fuhr ein Heuwagen vorbei und er landete sanft und sicher. Es war also Gottes Wille, das dieser Turm so schief wurde, sonst hätte ich diesen Sprung nicht überlebt, waren seine Gedanken.

Beschwingt und fröhlich eilte er in eine Kneipe, betrank sich, fiel dort von der Bank und brach sich das Genick.

St. Johannis in Lüneburg

Da Novas schönes Glockenturm Projekt zur Zeit pausiert habe ich ihr eine wunderschöne Tür aus Lüneburg mitgebracht.

Wunderschön gearbeitete Eingangstür in Lüneburg
Hier kommt man in den Bereich Umwelt der Stadt Lüneburg

Liebe Grüße sendet Euch allen

Kirsi

Verlinkt bei Novas T in die neue Woche und Ich seh Rot

20 Gedanken zu “Der schiefe Turm von St. Johannis”

  1. Das ist wirklich eine sehr schöne Tür!!
    Und was für eine Geschichte zum Baumeister 😉 – So spielt das Leben manchmal!
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche
    Mit lieben Grüßen
    Liz

  2. Hallo liebe Kirsi!

    Obwohl ich diese Geschichte kenne und obwohl sie (auch wenn es eine Legende) schon arg ist, musste ich lauthals lachen. Ich hab sie grad meinem Mann vorgelesen, der kannte sie nicht und er grinst immer noch :-))

    Ich mag diesen alten roten Backstein total gerne und wünscht, man würde ihn nur verwenden.
    Deine Tür ist auch wunderschön anzusehen, mit den Verzierungen.

    Vielen Dank für dein „schiefes Rot“ 😉

    Liebe Grüße

    Anne

  3. In der Tat ist dieser Kirchturm sehr schief geworden. Aber ist ja jetzt auch nicht sooo schlimm. Hauptsache ist doch, dass er hält und nicht einstürzt oder umkippt oder so…

    LG
    Sandra!

  4. Liebe Kirsi,
    jetzt musste ich erst einmal über die Geschichte des Baumeisters lachen. Das nennt man dann ja wohl Schicksal.
    2,20 m ist ja schon ganz schön, aber wenn er schon die ganzen Jahre so gestanden hat, wird er das sicher auch noch weiterhin tun. Eine schöne Kirche ist es allemal und das Eingangsportal ist absolut prachtvoll.
    Liebe Grüße
    Jutta

    1. Die Tür gehört nicht zur Kirche. Irgendwie war ich mehr mit den Fotos vom Turm beschäftigt und das schiefe konnte ich am besten auf Entfernung fotografieren … als wir dann davor standen habe ich vergessen vom Eingang ein Foto zu machen

  5. Liebe Kirsi,
    diese Legende ist ja herrlich – so kann’s kommen. Aber ist das wirklich wahr, dass Kirchtürme wegen der Windlast immer etwas schief gebaut werden? Was soll das bringen? Die Tür gefällt mir auch gut.
    Herzliche Grüße – Elke (Mainzauber)
    P.S. Bei uns pustet es heute wieder gewaltig. Hoffentlich bleiben die Kirchtürme stehen 😉

    1. Das mit der Windlast leuchtet mir schon ein, so ein ganz gerade Turm ist dem Wind stärker ausgesetzt, allerdings konnte ich nichts finden ob das heute noch so gehandhabt wird. Ja stürmisch war es bei uns auch und seit 2 Tagen haben wir mehr Herbst als Sommer

  6. Also auf den Fotos erscheint mir der Turm gar nicht so schief, die Baumeistergeschichte muss ich erst noch lesen, hatte heute meinen Hütetag bei der Enkelin, da bin ich dann am Abend recht Müde.
    L G Pia

  7. Ich finde die Legende auch einfach nur klasse. Das allein muss man sich vorstellen und so unwahrscheinlich wäre es auch nicht. Manchmal denkt man echt was Menschen doch für Schutzengel haben. Jedenfalls gefällt er mir und die Tür ist eine Wucht. Echt sowas von schön gemacht mit den Farben. Hebt sich auch super vom Stein ab. Danke dir vielmals dafür, freue mich sehr darüber.

    Bezüglich des Glockenturm-Projekts werde ich mir was einfallen lassen. Verlinken werde ich diesen Post schon mal beim letzten Post davon. Vielleicht mache ich es dann grundsätzlich so mit eigenen Verlinkungen und vierteljährlich.

    Liebe Grüssle

    Nova

    1. Ja die Legende gefällt mir auch sehr gut, oft steckt ja doch ein Hauch von Wahrheit darin 😉 Ach das ist lieb mit der Verlinkung, ich habe jetzt so einige Glockentürme mit und ohne Kirchen wiederentdeckt (ich bin mich so was von am organisieren und Ordnung schaffen – dazu aber demnächst mehr). Aber auch ohne Verlinkung werde ich Dich gerne erwähnen, denn das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht!

  8. Wuff, das ist der vorteil von gespeicherten Blogbeiträgen, die Erinnerungen können so toll aufgefrischt werden. Die tragische Legende zum Turm – passt. Wir haben in Solothurn auch einen krummen Turm und natürlich auch eine Legende dazu.
    Es ist einfach immer wieder spannend in der Geschichte etwas zu schnuffeln.
    meint die Ayka

    1. Ja manchmal sind solche „Konservenbeiträge“ nicht die Schlechtesten 😉 Vielleicht kannst Du ja auch mal über Euren krummen Turm berichten – ich liebe solche Geschichten!

  9. Liebe Kirsi,
    wie gut, dass du diesen Beitrag „recycelt“ hast. Der Kirchturm ist wirklich schön (das Tor übrigens auch!) und die Geschichte dazu faszinierend 😉 [Ich nehme an, sie ist nicht wahr, aber gut erfunden ;-)]
    Dank dir sehr für deine mitfühlenden Zeilen bei mir zum Abschied von Maxwell. Es tut sehr weh, aber wir wissen, dass es für ihn das Beste war…
    Herzliche Rostrosengrüße – und liebe Streichler an deine drei Fell-Gesellen,
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2021/08/tagesausflug-in-die-wachau-von-romern.html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.