Heiligen Geist Hospital Lübeck

Heiligen Geist Hospital Lübeck

Vorletzten Sonntag waren wir mit meiner Mutter bei der Gedenkfeier meines Cousins welche in Lübeck stattgefunden hat.
Danach war uns nach etwas Bewegung und so kamen wir an einem wunderschönen, historischen und sehr interessanten Gebäude vorbei.

Heilig Geist Hospital
Solche Bauwerke ziehen mich einfach magisch an
Eingangstor Hl Geist Hospital
Beim Anklicken wird das Bild größer dann ist das Schild besser zu lesen

Anfangs standen die Betten der Hospitalbewohner in der Halle. Im 18. Jahrhundert dienten der erste und zweite Stock als Hospital.
Die Bewohner des Hospitals waren einer klosterähnlichen Regel unterworfen. Sie erhielten allerdings Nahrungsmittel und seit dem 17. Jahrhundert acht Mal im Jahr ein warmes Bad.

Während der Reformationszeit wurde das Hospital in ein „weltliches“ Altenheim umgewandelt, das bis heute erhalten blieb. 1820 wurden vier Quadratmeter große, hölzerne Kammern gebaut, getrennt nach Geschlechtern. Diese Kammern sind nach oben hin offen.

Kabahäuschen
Ein Blick hinein ins Kabäuschen

Bis 1970 waren die Kammern bewohnt!

Bücherei im historischen Hospital
Zeittafel Hl Geist Hospital
Die Zeittafel, wenn nicht so leserlich hier bei Wikipedia findet Ihr weitere Infos (klick)

So jetzt wenden wir uns mal der anderen Gangseite zu, denn dort befindet sich auch noch ein Zimmer. Hineingehen darf man wohl nur bei einer Führung also beschränken wir uns auf einen Blick durch das kleine Fenster.

Zimmer Hl Geist Hospital
Das war wohl ein Besprechungs- oder Aufenthaltsraum o. ä.

In die Halle gehen wir dann nächste Woche 😉
Ich bin etwas spät diese Woche, aber die letzten Tage ist so viel losgewesen, das ich es vorher nicht ins Blogland geschafft habe.
Und da ich gleich wieder unterwegs bin, werde ich meine Blogrunde heute Nachmittag drehen.

Liebe Grüße sendet Euch

Kirsi

Verlinkt bei Artis Schilderwald, My Corner of the World, Monatsspaziergang im März und dem Projekt Fotowalks

32 Gedanken zu “Heiligen Geist Hospital Lübeck

  1. Ein wunderschönes Gebäude! Allerdings von innen ziemlich gruselig, meiner Meinung nach. Diese winzige Kämmerlein! Ich bin da lieber, wenn Markt ist, und die Buden in den Kammern sind. Das lenkt dann etwas ab vom Krankenhaus Charakter. Ansonsten bewundere ich die Architektur lieber von aussen.
    Lübeck hat viele tolle architektonische Bauten… Ist immer mal einen Besuch wert, wie ich finde.
    Ich sende dir liebe Grüße udn wünsche dir einen schönen Frühlingsanfang!
    Abraxandria

  2. Sehr interessant. Und dort waren wir auch schon. Das war während unseres Urlaubes. Wir sahen uns Lübeck ausgiebig an. Es ist eine super schöne Stadt mit vielen tollen Bauwerken.

    LG
    Sandra!

  3. Liebe Kirsi,
    ach, das Hospital kannte ich gar nicht – wir hatten vor Jahren mal eine Wohnung in Lübeck und ich war sehr oft dort- da ist mir offensichtlich etwas entgangen… Den Ausdruck Kabäuschen kenne ich allerdings schon. Ich wusste nur nicht, wo er herkommt. Wieder etwas gelernt! Danke für den Spaziergang- ich bin gerne mitgegangen 🙂
    Herzliche Grüße aus Kopenhagen sendet Kristina

  4. Liebe Kirsi,
    das ist ein überaus interessantes Gebäude. Allein schon die Architektur von außen ist ja ein Eyecatcher. Danke für den informativen und toll bebilderten Bericht.
    Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende – Elke

  5. Dein Bericht ist so interessant zu lesen, liebe Kirsi. Ich liebe alte Gemäuer und ihre Geschichte(n) sehr. Vielen Dank und ich bin schon gespannt auf deinen Bericht aus der Halle.
    Herzlich, do

  6. Herrlich, dein heutiger Beitrag vom alten Hospital.
    Wir lieben solche Geschichten ungemein, ganz besonderes haben es uns die kleinen „Kämmerlein“ angetan. In der Art haben wir es wirklich noch nirgens gesehen, obwohl wir eineige alte „Spitel“, wie wir sie nennen, erkundet haben.
    Ganz herzlichen Dank für den spannenden Beitrag – sagen Ayka mit Erika

  7. wie schön, dass du über dieses tolle gebäude berichtest. vor vielen, vielen jahren war ich dort mal auf einem adventsmarkt. in erinnerung ist mir allerdings nur geblieben, dass es dort höllisch voll war ;)!
    diese kabäuschen sind ja wohl echt gruselig zum wohnen, oben offen, winzig, sicher überhaupt nicht lärmgeschützt. traurig, dass noch bis in die 1970er jahre dort menschen untergebracht wurden.
    das wort kabäuschen kenne ich auch, daher kommt wohl auch kabuff oder kabüffchen für ein enges, kleines zimmerchen.
    liebe grüße
    mano

  8. Hallo Kirsi,
    ich hatte gestern schon geschrieben, aber hatte vergessen ein Kreuzchen zu machen und dann war alles weg.
    Dann hatte ich keine Lust mehr.
    Deshalb jetzt.
    Sehr interessant und natürlich kenne ich Kabäusle so sagen wir dazu, denn Schwaben hängen ja immer ein le an.
    Ein Bad im Jahr, nun mehr habe ich auch nicht – wenn überhaupt – ich dusche eben.
    Aber nachdem Herr Kretschmann nun den Waschlappen bevorzugt, mache ich das auch so.
    Gespart wird und man ist ja umweltbewußt, deshalb duscht man nicht jeden Tag.

    Aber die Menschen waren doch auch froh, dass sie Hilfe bekommen haben und wenn das jetzt so weitergeht, wird auch unser Sozialsystem zusammenbrechen.
    Mein Arzt sagte mir neullich, dass er wohl bald nur noch Privatpatienten nehmen kann, denn die Kassen zahlen ja für einen Patienten nicht mehr so viel .

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße Eva

  9. Wow…das ist ja interessant und auch noch so schön erhalten um zu zeigen wie es früher mal gewesen ist. Echt klein die ehemaligen Zimmerchen, aber ich finde dass sie dennoch auch schön aussehen und wenn man so gar nicht mehr kann und gute Pflege bekommt dann ist es anders gesehen doch auch irgendwie ausreichend. Ganz toll dass du es uns zeigen konntest. Auch vom Gebäude her toll und gerne noch am Sonntag dann zum T verlinken.

    Liebe Grüssle

    Nova

    1. Hallo liebe Nova, ich habe heute (Post kommt gleich) ein anderes Tor vom Hospital, ich war einfach zu spät letzte Woche. Ich freue mich aber das Dir mein Beitrag gefallen hat und Danke für die Einladung!

  10. Ui sehr interessant zu lesen und anzuschauen war das jetzt liebe Kirsi, die kleinen Zimmerchen sind ja wirklich winzig man kann sich das gar nicht vorstellen dort zu wohnen, aber sicherlich war es zur damaligen Zeit wirklich eine Erleichterung dort Hilfe zu bekommen. In Nürnberg gibt es auch ein Heilig Geist Spital das ist aber jetzt ein Gasthaus mitten in der Stadt und bei Touristen sehr beliebt.

    Liebe Grüße
    Kerstin und Helga

  11. Den Ausdruck Kabäuschen kenne ich, der wird durchaus noch verwendet. Auch in Bayern und Österreich. Backsteinarchitektur ist hier allerdings eher selten und wenn dann jünger. Die Fassade mit ihren spitzen Ziergiebeln hat was. Das Innere auch, auch wenn man sich gar nicht vorstellen mag, wie die Bewohner in den nahezu lichtlosen Kammern ohne Ausblick bis in die 1970er Jahre vegetiert haben. Aber für Pflege und ein bisschen Ansprache hat man das vermutlich gerne in Kauf genommen. Danke für diesen interessanten Spaziergang.
    LG heike

  12. Liebe Kirsi,
    das Heiligen Geist Hospital habe ich vor ein paar Jahren mit meinen Schulfreundinnen besucht. Dort gibt es im Advent einen tollen Kunsthandwerkermarkt mit wirklich besonderen Dingen, nicht zu vergleichen mit vielen anderen Adventsmärkten. Die Aussteller haben ihre Stände in den Kabäuschen und so konnten wir einen Eindruck gewinnen, wie winzig die Kammern sind. Kaum zu glauben, dass sie noch so lange bewohnt waren!
    Liebe Grüße
    Susanna

    1. Mano war wohl auch mal dort bei einem Adventsmarkt das hat sie auch im Kommentar geschrieben, ich kann mir gar nicht vorstellen wie eng dort die Aussteller stehen müssen und wenn dann noch Kunden kommen …. ja das dort bis 1970 Menschen gewohnt haben hat mich auch wirklich erstaunt

  13. Liebe Kirsi,
    wie interessant deine kleine Fotostrecke durch das Hospital und deine Informationen dazu. Nicht vorzustellen, dass man in diesen kleinen Karbäuschen/Zimmern liegen musste. Übrigens kenn ich die Bezeichnung – auch hier wird sie ugs. noch manchmal genutzt.
    Und sicherlich war es zur damaligen Zeit eine Wohltat, medizinisch und weiter versorgt zu werden und ein warmes Bad nehmen zu können.
    Die Einblicke in die Gänge mit den aneinander gereihten Karbäuschen sind schon irgendwie bizarr.
    Lieben Gruß von Marita

  14. Wow, liebe Kirsi, so etwas kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Nur achtmal im Jahr warm baden oder in so einem winzigen Zimmer zu liegen. Ganz ehrlich, da möchte man bei aller Glorifizierung des „Früher“ , nicht freiwillig tauschen. An die medizinische Behandlung zur damaligen Zeit denkt man besser auch nicht nach. Aber ich freue mich sehr, dass du trotz der vielen Arbeit noch einen total interessanten Post geschrieben hast. Vielen Dank auch für die schönen Schilder.

    Sei herzlich gegrüßt von
    Arti

    1. Ja die 8 Mal – die sind mir auch sofort aufgefallen, nein als ich vor diesem kleinen Zimmerchen stand konnte ich nicht glauben das bis 1970 dort noch Menschen gewohnt haben.
      Aber es war bestimmt eine große Erleichterung für eine lange Zeit für die Menschen die dort Hilfe bekommen haben,
      liebe Grüße
      Kirsi

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