Heiligendamm von Perlenketten und Cottages

Heute nehme ich Euch mit nach Heiligendamm – die weiße Stadt am Meer.
Vielen leider “nur” bekannt vom Treffen der G8. Dabei ist dies eines der ältesten (oder sogar das älteste) Seebad Deutschlands.
Mir bleibt es vor allem wegen des leckeren Sanddorn-Eises in Erinnerung 😉 und wenn es noch so windet … Eis geht bei mir immer und Sanddorn Eis gibt es hier ja überhaupt nicht. Da haben wir uns mehr als eine Kugel gegönnt.
Aber nein nicht nur des Eises wegen werde ich mich gern erinnern. Heiligendamm ist sehr beschaulich und klein mit einer sehr schönen Architektur.

Perlenkette in Heiligendamm

So werden die Villen am Strand genannt welche nun komplett saniert und Stück für Stück neu aufgebaut werden.

Panoramabild von den Villen der Perlenkette
Perlenkette Villen am Strand

Erbaut wurden sie zwischen 1854 und 1861 als Sommerresidenzen. Ich nehme an damals schon musste das nötige Kleingeld aufgebracht werden.
Auch heute muss tief in die Tasche bzw. auf das Konto gegriffen werden. Ab 1,5 Millionen € könnte man etwas erwerben, nicht sehr groß aber mit einem unverbaubarem Ostseeblick. Na wie wäre es?
Mir würde ja ein wenig der direkte Zugang zu der Ostsee fehlen, naja und der eine oder andere Euro 😉
Dann bummeln wir mal weiter zur Seebrücke.

Alexandrinen Cottage Blick über die Ostsee
Und von der Brücke aus entdeckten wir dann dieses Gebäude und ja das wollten wir uns genauer Anschauen

Das Alexandrinen-Cottage

Alexandrinen Cottage

Zum Glück ist der Küstensteg direkt unterhalb dieses Gebäudes wieder begehbar, sonst wären wir auf gar keinen Fall so dicht herangekommen.

Alexandrinen Cottage
Das Alexandrinen-Cottage gehört zu den bislang noch nicht sanierten Gebäuden. Es gehört heute dem Initiator der Gesamtprivatisierung. Er möchte dieses, unter Denkmalschutz stehende Haus, nach Umbau und Sanierung privat nutzen.

Im Auftrag von Großherzog Paul Friedrich wurde dieses Cottage 1839/40 auf einer eigens angelegten Seeterrasse gebaut. Es war ein Geschenk für seine Frau der Großherzogin und preußischen Prinzessin Alexandrine von Preußen. Dieses Cottage nutzte sie 50 Jahre lang als Witwensitz, denn 2 Jahre nach der Fertigstellung verstarb ihr Ehemann.

Wir dachten, wenn wir die Treppe in den Wald hochgehen kommen wir ein wenig näher an das Gebäude heran. Aber das war ein Irrtum.
So bummelten wir noch ein wenig durch den Wald und fanden einen interessanten Baumpilz.

Pilz im Baum oder Baumpilz
Pilz im Baum oder Baumpilz?

Verlinken werde ich meinen Beitrag bei Close to the Ground, dem Natur Donnerstag und Friday Bliss.
Gestern hat hier so gar nichts geklappt, deswegen bin ich diese Woche für Nova viel zu spät. Aber nächsten Montag würde ich meinen Beitrag dann auch bei Nova’s T in die Woche verlinken, denn T’s gibt es ja genug!

Liebe Grüße

Kirsi

30 Gedanken zu “Heiligendamm von Perlenketten und Cottages”

  1. Hallo Kirsi
    Heiligendamm sieht ja wirklich interessant aus. Dort war ich noch nicht, auch wenn Drumherum. Lach….
    Der Pilz im Baum ist große Klasse, cool dass du ihn entdeckt hast.
    LG, Nati

  2. Liebe Kirsi,
    so schön alle deine Bilder heute sind und auch der interessante Text zu Heiligendamm und das Cottage, in meinen Augen stiehlt der Baumpilz allen die Show. Das ist einfach ein richtig geniales Bild! Toll, dass du diesen Pilz festgehalten hast.

    Sei herzlich gegrüßt
    Arti

    1. Vielen Dank für das tolle Kompliment. Ja als wir diesen Baum/Pilz gesehen haben sagte Falk: Na der will aber hoch hinaus. Gesehen so habe ich das auch noch nicht!

  3. Moin, liebe Kirsi,

    in so einer schönen Villa würde ich wohl auch gerne wohnen wollen. 🙂 Wenn die alle mal restauriert und wieder strahlend weiß am Strand stehen, das muss ein herrliches Bild sein. Sie sind ja so “schmuddelig” schon eine Augenweide …
    Der Baumpilz ist ja total witzig. Raum ist in der kleinsten Hütte und in diesem Fall, im kleinsten Astloch *lach*
    Hervorragende Fotos hast du da gemacht. Danke fürs mit uns teilen.

    Alles Liebe und herzliche Grüße von
    Maksi

    1. Gern geschehen und vielen Dank und auch jetzt nochmal gute Besserung und “schieß die Hexe endlich in den Wind” 😉 Komme die nächsten Tage mal zum Vertreiben, sollte sie nicht freiwillig gehen!

  4. Liebe Kirsi,
    Heiligendamm habe ich noch nicht besucht. Aber du machst mich neugierig.
    Die meisten Ostseebäder sind ja schon renoviert und strahlend den Flair vergangener Zeiten aus.
    Aber inzwischen ist das alles ein sehr teures Pflaster….
    Dein Baumpilz ist der Hammer…fantastisch gesehen.
    Und dem Blick links und rechts zur Ostsee stehlen die Bäume die Show…tolle Exemplare.
    LG. Karin M.

    1. Ja ich muss sagen Heiligendamm ist wirklich sehenswert, im Sommer bestimmt ziemlich voll und garantiert Leute die sehen und gesehen werden wollen (so einige trafen wir dort auch noch imSeptember 😉
      Und ja es gibt so einige Ecken da blieb uns auch die Luft bei manchen Preisen weg

  5. Liebe Kirsi,
    vom G8-Treffen kennen wir nur die moderne Seite von Heiligendamm, aber es gibt so viel Schönes dort noch zu entdecken, außer den neu renovierten Häusern, Luxusunterkünften.
    Und solche Schönheiten zeigst du uns heute.

    Dieses Cottage ist wirklich ein Kleinod und man kann nur hoffen, dass der Investor es so sanieren wird, dass es den alten Charme behalten wird.
    Zu vermuten ist es aber, denn er will es ja auch selbst nutzen.

    Der Baumpilz ist eine klasse Entdeckung und der absolute Hit, klasse! 🙂

    Liebe Grüße
    Christa

  6. Liebe Kirsi,
    ist schon toll, wenn die Villen wieder aufgebaut werden. Sind ja richtig schöne Gebäude, aber drinnen wohnen würde ich trotzdem nicht wollen. Ich finde die nur zum Ansehen sehr schön.
    Das Cottage ist auch sehr schön anzuschaun. Begeistern tun mich aber trotzdem mehr die Bäume und natürlich der “Pilz im Baum”. Klasse, dass Du den entdeckt hast.
    Ganz herzlichen Dank für diesen schönen Beitrag zu meinem Projekt.
    Liebe Grüße
    Jutta

  7. Diese Bilder sehe ich immer wieder gerne. Kurz nach der Wende sind mein Mann und ich an der Ostsee gewesen. Damals waren wir völlig entsetzt, weil die Mehrheit (eigentlich fast alle) der wunderbaren alten Villen vom Verfall bedroht war. Da hat uns leider auch das eine oder andere Milliönchen gefehlt. Heute sind die Orte alle chic. Schön ist es an der Ostsee.
    LG
    Magdalena

    1. Oh ja es gibt diese Orte auch noch wo einfach alles verfällt – nicht ganz so nah an der Küste und dann findet sich kein Investor. Schade ist das wirklich.

  8. Liebe Kirsi,
    ich schließe mich heute sofort Arti an, denn auch für mich ist der Pilz im Baum das absolute Hammerbild. Natürlich sind auch alle anderen sehr schön, vor allem sehr interessant. Wenn ich den Preis für die prachtvollen alten Villen lese und mit dem vergleiche, was man in Frankfurt heutzutage an manchen Stellen schon für den Kauf einer 4-Zimmer Wohnung bezahlen muss, dann ist das gar nicht so teuer. Was nicht heißen soll, dass ich das Geld in der Portokasse hätte. Aber zu dem Kaufpreis kommt sicherlich noch jede Menge hinzu, das man für die Renovierung bzw Restaurierung aufwenden muss.
    Herzliche Grüße – Elke

    1. Ich hätte gar nicht gedacht das Euch dieser Baumpilz so entzückt, wie schön das Ihr das auch mit mir so teilen könnt. Ich war auch ganz begeistert als ich diesen gesehen habe.

  9. Liebe Kirsi,
    schon damals war es kostenaufwendig besondere Häuser zu bauen. Auch mir
    würde das notwendige Kleingeld fehlen um solch ein Gebäude zu restaurieren,
    aber gut ist es, wer es kann. Perlenkette ein schöner Name für diese “Allee”.
    Besonders gut gefallen hat mir dein Baumfoto mit den Pilzen, das konnte ich
    bisher in der Natur so nicht entdecken, super.
    Sende dir liebe Grüße in deinen Tag, Karin Lissi

  10. Oh…was haben die Banken schon damals nach der Wende alles angeboten. Da kann ich mich noch gut erinnern. Allerdings hätte man vielleicht doch “zuschlagen” sollen, denn die Preise heute sind unglaublich. Wobei bei diesen Villen ist es ja nicht nur mit Renovierung getan…die Instandhaltung von unter Denkmal geschützten Gebäuden ist ja nicht ohne. Toll sehen sie dennoch aus und es wäre echt schade wenn sie verfallen würden.

    Ich kann mich aber auch all den anderen Schreiberinnen anschließen: die Pilze im Baum sind der Hammer. Das ist eine supertolle Entdeckung und Aufnahme !!!!!

    Liebe Grüssle

    Nova

    1. Ja wenn und hätte … das denke ich auch so manchesmal, aber es ist eben wahnsinnig viel Arbeit und auch die Kosten (da hast Du Recht) mit denkmalgeschützten Objekten sind einfach nicht zu unterschätzen und wer hätte gedacht was da so unter der Oberfläche schlummert.

  11. Von einer uns völlig unbekannten Gegend berichtest du heute liebe Kirsi. Aber besonders fasziniert sich wir vom Bild “Pilz im Baum oder Baumpilz?”, so eine gelungene Sichtung.
    Danke sagen die beiden Jurasüdfüssler

    1. Das freut mich das ich Euch auch mal Einblicke in eine für Euch “fremde” Gegend bieten kann, so geht es mir ja bei Euch auch 😉 schönes Wochenende

  12. Hi Kirsi,

    I did not know anything about Heiligendamm but it looks very elegant & luxurious. I would need many lottery wins before I could buy one of those elegant villas 🙂 Very beautiful indeed, with a lot of history.

  13. Die Pracht längst vergangener Tage, dieses Seebad ist wahrlich eine Augenweide und ideal für eine Auszeit. Übrigens gibt es auch am Starnberger See ein wundervolles historisches Strandbad, das Undosa, seit 1905, das wir vor einigen Jahren – sprich vor Corona, besuchen konnten.

    Für das Sanddorn-Eis wäre ich auch ein paar Meter gelaufen!

    Liebe Grüßle von Heidrun

  14. Guten Morgen Kirsi,
    ich hatte gestern soviele Probleme mit dem Internet, ja ich hätte auch mit dem persönlichen Hotsport arbeiten können.
    Aber ich habe soviel getan gestern und wollte meinen Arbeitsfluß nicht bremsen. 🙂
    Der Baumpilz ist schon toll und wir waren auch schon in Heiligendamm sind aber fristriert wieder abgezogen, weil kein Parkplatz vorhanden war und dann die auch noch Geld für bestimmte Parkplätze wollten und nicht wenig. Die Villen sind toll, aber ich hätte nicht das Geld mich hier einzukaufen.
    Ausserdem, was soll ich in Heiligendamm, soviel Tourismus brauche ich nicht. :-)))))
    Habs fein und liebe Grüße Eva

  15. Der Baumpilz ist ja echt der Renner. Den Baum kenne ich wohl – aber bisher ohne Pilz. Als Hotelgast kommt man übrigens mit der Zimmerkarte in den Park, in dem die Cottages stehen. Als Tagesgast kommt man zwar auf das Hotelgelände (es gibt Klingeln – man kann da Kaffee trinken oder Essen gehen, SPA oder Kultur genießen), aber ohne Karte oder PIN kommt man nicht durch dieses Tor. Wenn man richtig viel sehen und erfahren will – jetzt kommt Eigenwerbung – 😉 – macht man eine Gästeführung mit. Auf die Baustelle hinter den Villen kommen wir zwar auch nicht, aber wir haben Bilder. Oder man schaut immer mal auf Erstes-Seebad rein – da versorge ich – meist auf Instagram – die Neugierigen auch mit Insiderinfos.

    Mit einem Missverständnis in den Kommentaren möchte ich noch aufräumen: Wer in Heiligendamm eine Wohnung kauft oder im Grand Hotel eincheckt, der möchte eher nicht gesehen werden. Dann würde er nach Sylt oder Borkum oder ans Mittelmeer fahren. Heiligendamm ist ein Garant dafür, unerkannt am Strand spazieren zu können und wenn man erkannt wird, dann wenigstens nur von ein paar Touristen, die ihre unscharfen Handyfotos der Familie zeigen und nicht von Journalisten, die unangenehme CloseUp-Aufnahmen an Boulevardzeitungen liefern. Man findet an den Klingeln und Briefkästen auch keine Namen, sondern nur Nummern.

    Tatsache ist aber, dass mit über 300.000 Tagesgästen im Jahr der kleine Ort mehr Besucher hat, als er derzeit bedienen kann. Das war ja 40 Jahre lang ein Sanatorium, in dem alles für Kurpatienten war und fast nichts für Touristen – die eh hier nur ein Stück Kuchen oder eine Wurst essen und dann weiterfahren wollten. Es entstehen noch neue Angebote, aber das dauert seine Zeit. Eigentlich sind das nicht viele Gäste (wobei 2020/21 extrem war, weil auch viele Einheimische im Land blieben und hier an den Strand gingen – so voll war es vorher noch nie.) – das Doberaner Münster hat mehr als doppelt so viele Gäste im Jahr und mit dem Molli fahren immer gut eine Million Leute. Aber Heiligendamm ist klein und da ist die Promenade schon bei 100 Leuten gefühlt überfüllt. 🙂

    Also dann – bis zum nächsten Mal!

  16. Liebe Kirsi,
    von Sanddorn Eis habe ich noch nie gehört, nur Sanddorn Saft habe ich schon getrunken, den mochte ich. Also mag ich wohl auch das Eis 🙂
    Solche eine Perlenkette gefiele mir auch – bzw eine einzelne Perle daraus – aber mir fehlt wohl das nötige Kleingeld. Aber unter Umständen werden ja ferienresidenzen daraus – zumindest aus der einen oder anderen Villa – das könnten wir uns dann wohl eher leisten. Das Alexandrinen-Cottage gefällt mir ganz besonders gut – kein Wunderk dass der Initiator dieses Gebäude nach der Sanierung privat nutzen möchte.
    Dein Pilz im Baum oder Baumpilz ist wirklich eine tolle Entdeckung! War der echt oder ein ins Baumloch gestellter Kunstpilz?
    In jedem Fall war das ein toller Ausflug, danke fürs Mitnehmen!
    Hab ein feines Wochenende,
    herzlichst, Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2021/10/italien-reisebericht-pause-in-ferrara.html

  17. Ich war noch nie in Heiligendamm. Umso mehr freue ich mich, dass du es hier zeigst. Wie hübsch!
    Die alten Gebäude machen mich allerdings schon ein wenig traurig. Schade, dass sie so zerfallen sind. Umso besser, dass man sie nun saniert.
    Der Baumpilz ist ja der Hammer!!! Wie genial ist das denn!
    Und er Küstenwald ist wunderschön. Da wäre ich jetzt gerne.
    Hach, ich bekomme Fernweh… Dabei war ich ja auch gerade erst im Urlaub, lach.
    Danke für die schönen Fotos, fürs mitnehmen und die interessanten Berichte!
    Liebste Grüße!

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