Leben und leben lassen

Diese Woche hörte ich diesen Spruch desöfteren. Einmal habe ich ihn am Montag bezüglich der Impfungen verwendet. Luis schrieb ihn in seinem Kommentar zu dem Biber. Und unterwegs beim Einkaufen hörte ich ihn nochmal. Er wird also auch heute noch verwendet und das wohl öfter als ich denke.
Von meinem Vater hörte ich diesen Satz sehr, sehr oft und ja ich kann sagen er lebte das auch. Er war sehr tolerant und aufgeschlossen anderen gegenüber. Forderte aber eben das auch für sich, besser gesagt für seine Familie, ein.
Da denke ich immer gerne dran und bemühe mich das auch so zu halten wie er.
Meine Mutter als Finnin war früher nicht so aufgeschlossen (tolerant schon) aber Finnen sind eben etwas introvertiert. Ich hatte früher auch immer Probleme auf Menschen zuzugehen, bin aber schon sehr viel besser geworden und ziehe mich auch nicht mehr so schnell zurück.

Leben und leben lassen
Redensart aus Friedrich Schillers Drama „Wallensteins Lager“ über den Feldherren Tilly

Eine weitere sehr interessante Erläuterung habe ich bei Wikipedia gefunden


Als Leben und leben lassen wird das spontane Zustandekommen von nicht-aggressivem Verhalten zwischen Truppenteilen bezeichnet, die sich während des Ersten Weltkriegs an der Front als Feinde gegenüberstanden.

O-Ton Wikipedia

Tiere machen es uns vor, sie sind da besser als wir!

Manchmal gibt es so schöne und unglaubliche Geschichten wo sich verschiedene Arten zusammenraufen. Mir fallen dann immer Strolch, Felix und Coco ein. Wobei Kater Felix echt Schwierigkeiten hatte sich mit Coco zu arrangieren. Aber nach kurzer Zeit kamen sie alle gut miteinander aus.
Dann fand ich noch dieses Foto und da kam mir dieser Spruch in den Sinn:

Jedem Tierchen Katze liegt lang ausgestreckt auf dem Sofa
Warum das Bild so einen Gelbstich hat weiß ich nicht. Vielleicht die Sonne im Wintergarten ohne die Beschattung?

So kann Thor stundenlang liegen und schlafen – tief und fest. Coco hat jetzt auch gelernt das er auf der Decke auf dem Sofa liegen darf. Das Katzen-Körbchen ist ja nicht möglich, da quetscht sie sich dann ja rein. Also bleibt sie jetzt (meistens) zufrieden auf ihrem Lager liegen.
Und bei der Durchsicht unserer gesammelten Tierfotos habe ich mir überlegt: „Wie oft denken sich Tiere das wohl im Zusammenleben mit uns Menschen“

Ja ich denke sie halten uns bestimmt manchmal für mehr als ulkig und albern. Wenn sie Dir aber vertrauen, dann lassen sie sich auch gerne mal einen Schabernack gefallen 😉
Allerdings darf ihr Vertrauen auch nicht ausgenutzt werden. Das war bei uns nie so. Ich sage Euch, Tiere und Kinder zusammen aufwachsen zu sehen ist etwas Wunderschönes. Irgendwer kommt immer auf „dumme“ Ideen. Ich bin sehr froh das wir das möglich machen konnten, aber ich weiß dass das nicht überall geht.
Und bevor irgendjemand fragt: Die Hunde saßen nur vor dem Marathonwagen … gezogen haben ihn damals unsere Pferde. War nur fürs Foto!

Euch sende ich liebe Grüße und wünsche ein schönes Wochenende und mein Zitat sende ich über den Atlantik zu Nova.

Meine Blogrunde werde ich wohl erst heute Nachmittag oder morgen drehen. Denn gleich kommt eine gute Freundin, die ich schon soooo lange nicht mehr gesehen habe und wir gönnen uns einen ausgiebigen Brunch!
Und nicht vergessen: Heute Abend spielt Finnland bei der EM ihr erstes Spiel, bin sehr gespannt wie weit sie kommen 😉
Bin ja sonst nicht der Fußballfan, aber das ist schon eine große Überraschung gewesen!

Kirsi

14 Gedanken zu “Leben und leben lassen”

  1. Liebe Kirsi,
    „Leben und leben lassen“ ist inzwischen sogar ein Gebot aus dem kölschen Grundgesetz und nicht umsonst gelten die Kölner in alle Richtungen als äußerst tolerant :))
    Deine Bilder sind einfach zauberhaft und es wäre wirklich schön, wenn wir Menschen uns da gelegentlich mal ein Beispiel dran nehmen würden.

    Als unser letzter Hund starb, war es mit unserer Tochter, damals 4 Jahre, einfach nur ein großes Drama, das wir uns so schnell nicht wieder antuen wollten. Als dann auch noch meine Eltern wegfielen, die einen Hund mal betreuen können, stand für uns fest, dass vorläufig kein Tier mehr ins Haus einziehen wird. Vielleicht später mal, wenn wir nicht mehr durch die Welt reisen nach der Rente.

  2. Oh jesses, was für ein lustiges Foto! Den Wohlfühlfaktor von Thor kann man genau erkennen.
    Für heute Abend drück ich mal kräftig die Daumen und wünsche dir einen schönen Abend.
    Liebe Grüße
    Lieselotte

  3. Hallo Kirsi,
    heute geht es echt tierisch zu bei dir – ein Genuss.
    Den Begriff von wegen Tierchen und Pläsierchen verwendet mei nFrauchen auch gelegentlich – das mit dem Leben und Leben lassen ist ihr ins Herz geschrieben, denn sie hat es von ihrer Mutter geerbt..
    Dir einen wunderbaren Sonntag
    Ayka vom Jurasüdfuss

  4. Was für ein klasse Post liebe Kirsi…du konntest mich nicken sehen und dann gescrollt und geschaut auch laut lachen hören. Sowas von genial wie Thor da liegt, da möchte man sofort „kitzeln“ und Bauchi streicheln. Dann die Beiden vor der Kutsche, das sieht genial aus und wie toll sie es sich auch gefallen lassen haben und dazu noch so ruhig sitzen geblieben sind; aber auch alle anderen Bilder sind sowas von klasse udn weisst du was mich besonders freut? Dass sie sich nun auch akzeptieren und es keinen Zoff oder Vesteckspiel mehr gibt. Sogar sich dicht ranlegen ist möglich. Da wird mir richtig warm ums Herz und ein doppeltes Ja auch für die Worte im ZiB und die ZiB’s selbst. Danke dir vielmals dafür und dass du damit mit dabei bist. Freue ich mich sehr, und ich hoffe ihr hattet gestern eine tolle gemeinsame Zeit und konntet sie voll und ganz genießen.

    Habt einen schönen Sonntag und liebe Grüssle rüber zu euch

    Nova

    ….und Krauler darfst du auch noch verteilen *ätsch*

    1. Freut mich das er Dir gefällt und Dich auch zum Lachen gebracht hat. Ja Bauchi streicheln das hat Coco auch schon geschafft, zum Glück fauchte er nur und war schwupps weg – sie konnte bei dieser Position wohl auch nicht widerstehen (lach).
      Krauler verteilt, Dir einen schönen Sonntag!

  5. Ein schöner Post und so ein entspannendes Foto – sowie die anderen auch suuuper sind!
    Das Fußballspiel war gestern dann ja leider weniger entspannend und hat eher betroffen gemacht! Ich hoffe dennoch Du hattest schöne Stunden 🙂
    Jetzt von mir noch ein ganz liebes Sonntagsgrüßchen zu Dir
    Liz

  6. Liebe Kirsi,

    ich glaube, diesen Spruch „Leben und leben lassen“ kennen wir alle und da ist ja auch etwas dran.
    Zumindest trifft er sehr gut auf uns Menschen zu und wir sollten danach handeln. Im Tierreich gelten halt andere Gesetze und
    dennoch regelt auch hier die Natur alles, wie es sein soll, wenn der Mensch nicht immer eingreift.

    Hund hatte ich nie, aber früher immer Katzen und ich fand es schön, mit ihnen aufwachsen zu dürfen, auch wenn sie meine Mutter
    manchmal ganz schön nervten.

    Ich glaube, das, was Kater Felix auf dem Foto macht, können wir in den nächsten Tagen auch öfter mal machen, abhängen, wenn die Hitze gar zu groß wird. *g*

    Liebe Grüße
    Christa

  7. Ein ganz wunderbarer Post, liebe Kirsi, den Du hier ausgegeben hast. Es ist im Übrigen mein LebensMotto schlechthin!

    Interessant weil das Selbst an erste Stelle steht.

    Jedoch macht es Sinn , dass sich Verwirklichen, lebt in der Anerkennung und durch die Anerkennung der Anderen.

    Andere anzuerkennen kann aber nur, wer seinerseits als Selbst anerkannt wird. Selbstverwirklichung ohne Anerkennung der Anderen wäre Rücksichtslosigkeit, ohne Anerkennung durch Andere wäre sie eine Chimäre….

    ….Sommersproßsonnige Grüßle aus Augsburg von Heidrun

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